Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion
Logo des Landschaftsverbandes Rheinland
Die Fotos zeigen Ereignisse aus dem Schulleben.

Rollstuhlsport

Von weissen Haien, Eisbären und anderen wilden Tieren

Man muss schon schnell sein, um all den wilden Tieren zu entkommen, die sich beim Rollstuhlsport in der Sporthalle tummeln... Bei kleinen Spielen wie "Wer hat Angst vorm weissen Hai" oder " Der Eisbär kommt" verwandeln sich die Rollstuhlfahrer in “tierische” Fänger und Erlöser und jagen sich durch die große Halle. Das spielerische Erlernen schneller Fahrtechniken führt hin zu den großen Spielen, unter denen Rollstuhlbasketball das bekannteste und wohl auch beliebteste ist. Wobei an unserer Schule nun durch den EHC-Augustin das Elektro-Rollstuhl-Hockey-Spiel ganz hoch im Kurs steht.
Ein Ziel des Ganzen ist neben den erwähnten Alltagsfertigkeiten und Mobilitätsaspekten auch die Hinführung zum regelmässigen Sporttreiben in Vereinen in der Region (Links siehe unten).

Das Foto zeigt eine Gruppe rollstuhlfahrender Basketballspieler und Spielerinnen in einer Turnhalle während eines Korbwurfes.
Bild-Großansicht
Rollstuhlbasketballer in Aktion

Wie das schnelle Fahren mit dem Rollstuhl funktioniert, wird seit vielen Jahren beim wöchentlichen Rollstuhlsportangebot vermittelt. Grundvoraussetzungen für schnelles und sicheres Fahren ist einerseits eine passende und gut eingestellte Rollstuhlversorgung und andererseits das Erlernen der Fahrtechniken. Denn es geht darum, mit möglichst wenig Krafteinsatz möglichst schnell und weit zu kommen.
Zu den Aktivrollstuhlfahrern kommen immer mehr Elektrorollstuhlnutzer dazu. Bei ihnen sind neben dem Einüben von sicheren Fahrweisen auch das Einüben des Anleitens von Helfern bei der Überwindung von Hindernissen wichtig.

Das Foto zeigt einen Rollstuhlfahrer beim Fahren über eine hölzerne Rollstuhlwippe.
Bild-Großansicht
Fahren über eine Rollstuhlwippe

Bergauf- und Bergabfahren, das Fahren über Unebenheiten und Bordsteinkanten sind ebenfalls Fahrtechniken, die beim Rollstuhlsport immer wieder eingeübt werden. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler häufig all ihren Mut zusammennehmen um beispielsweise das Balancieren auf den Hinterrädern einzuüben. Wie stolz zeigen sie das erlernte Ankippen des Rollstuhls vor, fahren über Hindernisse wie z.B. Rollstuhlwippen und präsentieren sich auf den Hinterräder fahrend dem erstaunten Publikum.

Rollstuhlsport in der LVR-Frida-Kahlo-Schule bedeutet viele Aufgabenbereiche:
Z.B. gibt es den Rolli-TÜV, in dem Schülerinnen und Schüler selbst mit auf die Wartung ihres Rollstuhls achten. Es wurden sog. Mini-Tracs für Ausflüge in unebenes und bergiges Gelände angeschafft sowie Schulrollstühle für Mitschüler und Helfer. Es gibt nun vier Handbikes (Vorspannräder für Rollstuhlnutzer) aus einer Aktion der Sporthochschule Köln und wir beteiligen uns am Projekt Mono- und Bi-Skifahren in NRW in der Skihalle Neuss.

Das Foto zeigt einen Rollstuhlfahrer beim Einsteigen über eine Rampe in einen Stadtbus, begleitet von einer Lehrerin.
Bild-Großansicht
Busfahrtraining mit der RSVG

Die alljährliche Beteiligung an Sportfesten gehört dazu wie z.B. Riesenball, Rollstuhlhockey und Rollstuhlbasketball (hier Beteiligung an einer gemischten Mannschaft mit der Gesamtschule Bonn-Beuel sowie weiteren integrativ beschulten Schülerinnen und Schülern), des weiteren die Einweisung der Pflegehilfskräfte (BuFDi, FSJ) in das Rollstuhlfahren mit einen Selbsterfahrungstag mit Rollstuhl bei einem Stadt-Ausflug.Tradition hat schon das jährliche Busfahrtraining mit der RSVG (Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft).

Insgesamt versuchen wir im Rollstuhlsport die Schülerinnen und Schüler zu Experten für ihr eigenes Hilfsmittel auszubilden. Zudem weiß man heute, dass die selbsttätige Mobilität, das eigenständige Erkunden der Umgebung und somit auch eine frühe Rollstuhlversorgung Grundlage für eine gute Entwicklung in allen Bereichen ist – sei es mit Aktivrollstuhl oder mit Elektrorollstuhl.

Links zu Sportvereinen:

Elektrorollstuhl-Hockey-Club Sankt Augustin

Rollstuhlbasketball in Bonn

Rollstuhlsport für Kinder und Jugendliche

Nach oben